LockBit-Gang behauptet, Daten vom französischen Justizministerium gestohlen zu haben
LockBit droht damit, gestohlene Dokumente zu veröffentlichen - doch die Ransomware-Gruppe hat den Ruf, falsche Warnungen auszusprechen.
Die französische Regierung untersucht Behauptungen der LockBit-Ransomware-Gruppe, wonach Daten aus dem Justizministerium gestohlen wurden.
„Das französische Justizministerium ist über die Warnmeldung informiert und hat umgehend Maßnahmen ergriffen, um in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen die erforderlichen Überprüfungen durchzuführen“, sagte ein Regierungssprecher gegenüber ZDNet.
Zu den Daten, die von Dutzenden europäischen Unternehmen und Städten - darunter der französischen Stadt Saint-Cloud - auf der LockBit-Leak-Webseite veröffentlicht wurden, gehört auch Datenmaterial des Justizministeriums.
LockBit ist dafür bekannt, Angaben zu Datendiebstählen übertrieben darzustellen. Immer wieder wurde festgestellt, dass das Unternehmen Namen von Unternehmen und Organisationen auf seine Website hinzufügt - ohne dass dazu entsprechende Dateien existierten.
Während die Behauptungen über einen Angriff auf das Justizministerium untersucht werden, berichtete LeMagIT diese Woche, dass die Stadt Saint-Cloud bestätigt habe, dass sie es mit einer Art Cyberangriff zu tun hatte.
Eduard Kovacs von Security Week war einer der Ersten, der berichtete, dass LockBit 2.0 das französische Justizministerium auf seine Leak-Webseite hinzugefügt hatte und damit drohte, Dokumente bis zum 10. Februar zu veröffentlichen.
Lokale Journalisten berichteten später, dass Quellen aus dem Justizministerium den Angriff bestätigten, die Ausmaße des Vorfalls jedoch in Frage stellten - schließlich warb LockBit nur für etwa 8.000 Dateien.
Trend Micro gab diese Woche bekannt, dass LockBit mittlerweile weitere Varianten für Linux und VMware ESXi besitzt, die in den letzten Monaten aktiv dazu genutzt wurden, Unternehmen anzugreifen.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass eine Reihe anderer Ransomware-Varianten ihre Bemühungen darauf richten, Linux-Systeme - wie beispielsweise ESXi-Server - ins Visier zu nehmen und zu verschlüsseln. Die Aktion von LockBit bereite jedoch Sorgen, da das Ransomware-as-a-Service-Modell von LockBit sehr beliebt sei.
